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von Bürgermeister Uhlenbruch

Bürgermeister informiert KW 18: Perl zwischen Hollywood, Hamburg, New York und Hongkong oder ein Schild, das seinen Namen trug

Touristen aus der ganzen Welt verewigen sich in dem völkerverbindenden Fernweh-Park im oberfränkischen Markt Oberkotzau an eigens aufgestellten Pfählen mit Ortsschildern, Straßenschildern, Autokennzeichen und individuellen Schilder-grüßen. Ein Feuerwerk von Fernweh und Reisefieber auf bislang über 4.000 Schildern. Das jetzt auch der Ortsname von PERL die Besucher aus aller Welt grüßt, hat eine ganz besondere Geschichte.

JÜRGEN PERL war Zollbeamter und tat oft auch im Dreiländereck Deutschland, Luxemburg und Frankreich seinen Dienst. Als er sich einmal in der Zollstelle „Perl“ vorstellte und seinen Namen sagte, meinte der Beamte „Ja, Sie sind hier in Perl“. Und Jürgen antwortete. „Das weiß ich. Doch mein Name ist Perl, ich heiße auch so.“ Das war vor über 30 Jahren.

Jürgen Perl, nun wohnhaft in Hof, spielte seitdem mit dem Gedanken, dieses Ortsschild, das seinen Namen trägt, für den Fernweh-Park zu erhalten. Dieser Gedanke ließ ihn jahrelang nicht los. Als dann der Fernweh-Park 2017 seinen Standort wechselte und er sah, wie toll dieser im Markt Oberkotzau völlig neu installiert wurde stand sein Entschluß fest: Dieses Ortsschild muss er haben.

Er telefoniert dazu bereits im Januar 2018 erstmals mit der Verwaltung der Gemeinde Perl und immer mehr, ebenfalls sehr nette Mitarbeiter, so Perl, wurden in seinen außergewöhnlichen Wunsch involviert. Die Idee, sich mit dem Namen unserer Gemeinde in einem völkerverbindenden Friedensprojekt zwischen Stars und immer wieder darüber berichtenden Medien präsentieren zu können fand natürlich schnell Anklang. Letztendlich konnte ein passendes Ortsschild gefunden und zur Verfügung gestellt werden.

Das Besondere daran war allerdings tatsächlich die Rückseite, die Hinweise nach Luxemburg und Frankreich aufzeigt. Jürgen Perl wählte diese Seite als „Schokoladenseite - Denn dann kommt auch das internationale Erscheinungsbild des Projekts zur Geltung“. Mit Blick auf seine Tätigkeit als Zollbeamter war dies natürlich keine große Überraschung.

Schilderübergabe im Fernwehpark

Fernweh-Park Initiator Klaus Beer (bei der Schilderübergabe rechts im Bild) freute sich sehr über diese ganz besondere Schilder-Geschichte. Doch was ist der Fernweh-Park überhaupt, der in keine Denk-schablonen passt und sogar als weltweit einmalig zu bezeichnen ist?

Im Kopfkino um die Welt

Traumreisen und magische Städtenamen direkt an der Verkehrsader A9 zwischen München und Berlin. Im Fernweh-Park des oberfränkischen Marktes Oberkotzau wird die Geografie außer Kraft gesetzt. New York liegt direkt neben Reit im Winkl, von Rio bis Dubai sind es nur wenige Schritte, "Kangaroos next 10 km" warnen Verkehrsschilder und die legendäre Route 66 startet gleich hinter Hamburg. Beim Bummel durch den "Schilderwald" erlebt der Besucher ein Wechselbad exotischer Gefühle. Man geht auf Zeitreise - ab sofort auch von PERL nach New York, Honolulu oder nach Hollywood L.A. Denn mit Blick auf die exotischen Städtenamen aus aller Welt kann man, so Initiator Beer, optisch, gedanklich und emotional, sozusagen im Kopfkino, eine Reise um die Welt antreten – und das in wenigen Schritten.

Signs of Fame – Hollywood in Oberfranken

Dem Fernweh-Park integriert ist der sogenannte „Signs of Fame“. Über 400 Stars und Prominente aus Musik, Film, TV, Bühne, Sport und Politik wie z.B. Kevin Costner, Arnold Schwarzenegger, Denzel Washington, Mario Adorf, Frau Dr. Auma Obama, Dirk Nowitzki, Philipp Lahm, Helene Fischer, Henry Maske, die Klitschko-Brüder, Chris De Burgh, Karlheinz Böhm und sogar der DALAI LAMA haben bereits persönliche Grußschilder übergeben und helfen mit ihrem bekannten Namen mit, diese Friedensidee um die ganze Welt zu tragen.

Weiter werden Prominente, die sich in besonderer Weise sozial engagieren, mit STAR-Sternen ausgezeichnet, ähnlich des weltberühmten "Walk of Fame" in Hollywood. Diese werden im Fernweh-Park entlang der Rundbühne des Amphitheaters vor der exotischen Schilderkulissen auf Granitstelen präsentiert. Stern-Würdenträger wie Karlheinz Böhm, James Last, Heino, Pierre Brice, Henry Maske und Hans-Dietrich Genscher sind dort bereits vertreten. Im Fernweh-Park wird der Starwalk „Boulevard der Humantität“ genannt.

Friedenssymbol

Mit ihrem Grußschild und ihren Handabdrücken werden die Prominenten jedoch nicht nur für Ihre Erfolge ausgezeichnet, sondern heben damit auch symbolisch die Hand für den Frieden in der Welt. Denn unter den "Schildern aus aller Welt" sollen "Menschen aller Welt" ein Zeichen für Frieden und Zusammengehörigkeit setzen, egal welcher Hautfarbe, Religion oder politischer Weltanschauung", so die Ideologie des Projekts.

Klaus Beer: „Der Fernwehpark ist deshalb nicht nur eine Touristenattraktion für die Region Hochfranken, er ist vielmehr auch ein europaweit einmaliges Langzeitprojekt für Frieden und Zusammengehörigkeit aller Völker und Nationen! Er nimmt, über alle weltanschaulichen Grenzen hinweg, eine klare Position gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ein und setzt ein Zeichen für Toleranz gegenüber Mitmenschen und eine weltoffene Bundesrepublik. Aus diesem Grunde trägt auch die höchste Pfahlspitze einen Globus mit dem Slogan ‚For a peaceful world."

Ralf Uhlenbruch
Ihr Bürgermeister in der Gemeinde Perl

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